{"id":24213,"date":"2012-11-24T21:10:17","date_gmt":"2012-11-24T20:10:17","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.coaster.de\/wp\/?p=24213"},"modified":"2012-11-24T21:10:17","modified_gmt":"2012-11-24T20:10:17","slug":"wochenend-alltag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruen-wald.de\/wordpress\/privates\/wochenend-alltag\/","title":{"rendered":"Wochenend-Alltag"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/blog.coaster.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/verrueckt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-24216\" title=\"verrueckt\" src=\"http:\/\/blog.coaster.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/verrueckt.jpg\" alt=\"\" width=\"140\" height=\"302\" srcset=\"https:\/\/www.gruen-wald.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/verrueckt.jpg 200w, https:\/\/www.gruen-wald.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/verrueckt-139x300.jpg 139w\" sizes=\"auto, (max-width: 140px) 100vw, 140px\" \/><\/a>Wenn man in der Arbeit statt einem normalen Maximum von zwei bis drei Projekten mehr als das doppelte zu managen hat, ist das generell schon kein Zuckerschlecken. In letzter Zeit war der \u00dcberblicks-Overload jedenfalls so enorm, dass ich eh nur noch auf das Wegparalyisieren von Input schalten konnte. Dass das mittelfristig auf die Gesundheit geht, ist offensichtlich. Am Freitag war spontaner Sch\u00fcttelfrost bei der Arbeit generell kein so gutes Zeichen. Und da meine Burnout-Vorsymptome in den letzten Tagen \u00e4u\u00dferst heftig waren, ist es nur selbstverst\u00e4ndlich, dass man die Freizeit eigentlich mit sch\u00f6nen Dingen zum Ausgleich f\u00fcllen will.<\/p>\n<p>Und eigentlich hatte ich mir dieses Wochenende wirklich nur ganz wenige und entspannende Dinge vorgenommen: Das \u00fcbliche Abarbeiten von privaten E-Mails und Nachrichten der letzten Woche, das Bezahlen einiger Rechnungen, ein paar K\u00fcndigungen, ein paar Beh\u00f6rdendokumente, Steuererkl\u00e4rungs-Nachbearbeitungssachen, der w\u00f6chentliche Haushaltskram wie W\u00e4sche und Geschirr. Au\u00dferdem musste ich dringend drei PostIdents verschicken, meine l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige DriveNow-ID abholen und zwei Gutscheine in der Innenstadt einl\u00f6sen. Dazu kommt noch BastiTours-Kram f\u00fcr eine gr\u00f6\u00dfe Gruppen-Exkursion, die ich im Februar plane. Am Abend steht eine Party einer guten Freundin an &#8211; zum Runterkommen.<\/p>\n<p>In meiner Planung ist das also ein relativ relaxtes Wochenende, das hoffentlich die Krankheitssymptome vom Freitag schnell wieder verschwinden lassen. Wie sieht der Wochenend-Verlauf also nun in der Praxis aus?<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst geht es mit dem Deutschen Entwicklerpreis 2012 los. Eigentlich eine Pflichtveranstaltung f\u00fcr Games-Entwickler, auf der man sich jedes Jahr im Dezember in D\u00fcsseldorf zum Get-Together trifft. Erste Entt\u00e4uschung: Unsere Webseite <a href=\"http:\/\/www.adventure-treff.de\/index.php\">Adventure-Treff.de<\/a> wird nicht wie die Jahre davor akkreditiert, und das obwohl ich \u00fcber Jahre hinweg und mit dem Treff als einzige Webseite live von dem Preis berichtet habe. Schade! Der zweite Weg \u00fcber die Nominierung geht ebenfalls in die Hose: Obwohl wir (also mein Arbeitgeber) vier Produkte eingereicht haben, schafft es kein einziges davon zur Nominierung &#8211; was uns ehrlich gesagt ziemlich wurmt, denn diesmal h\u00e4tten wir echt ein oder zwei Perlen dabei gehabt, die eine Nominierung verdient h\u00e4tten. Die dritte M\u00f6glichkeit ist die Teilnahme als Akademiemitglied, was ich ja auch noch bin. Oder besser, wohl mal war. Denn beim Entwicklerpreis bin ich dummerweise jetzt einfach aus der Akademie geworfen worden. Das erfahre ich aber auch erst, nachdem ich mich wundere, warum ich \u00fcber die Nominierungen nicht abstimmen darf. Am Freitag Abend erfahre ich zudem noch, dass ich selbstst\u00e4ndig meinen aktuellen Arbeitgeber und Kontaktdaten an den Veranstalter \u00fcbermitteln muss, um Mitglied zu bleiben. Dass ich das bereits 2011 getan und sogar eine Best\u00e4tigung dar\u00fcber erhalten habe, interessiert wohl nicht weiter. Okay, also kein Akademie-Mitglied mehr. Da der Dresscode ohnehin von einem relaxten Get-Together auf &#8222;Dark Suit&#8220; gehoben wurde, vergeht mir die Vorfreude an dieser Tradition jetzt ernsthaft v\u00f6llig und ich sage ab.<\/p>\n<p>Kurze Zeit sp\u00e4ter manage ich ein paar der eingegangen &#8222;Buchungen&#8220; f\u00fcr die kommende BastiTour. N\u00e4chste Impuls-Schock: Mein Hotel-Wholesaler, teilt mir mit, dass die 4er-Zimmer, die ich reserviert habe, ab sofort keine 4er Zimmer mehr sind und einfach mal zwei Leute pro Zimmer storniert werden. Die Nachricht freut einen besonders, wenn man wei\u00df, dass Fl\u00fcge, Transfers und Zusatzleistungen der Leute schon gebucht sind und man zu den Konditionen kein neues Zimmer mehr erhalten wird. Kurz \u00fcberlege ich, ob ich mich jetzt (so gegen 2 Uhr morgens) mit dem t\u00fcrkischen 24\/7-Service \u00fcber die rechtliche Verbindlichkeit von bereits von mir bezahlten (!) Zimmern streiten soll. Mein Puls sagt mir: Nein, jetzt nicht. Ich bastele mir eine neue L\u00f6sung, um die Hotline soweit zu umgehen, mir die 4er Zimmer \u00fcber einen Trick wieder selbst zu den urspr\u00fcnglichen Konditionen zur\u00fcck zu buchen. Da ich das aber erst bei der Finalisierung der Zimmerkontigente machen kann, wird ab sofort jede Buchung eines Gesamtpakets zu einem reinen schwei\u00dftreibenden Gl\u00fccksspiel. Ja, so sieht meine Freizeit aus!<\/p>\n<p>Kurzes Schl\u00e4fchen.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen mach ich erst mal den \u00fcblichen B\u00fcrokram weg. Bude s\u00e4ubern. W\u00e4sche. Abwachs. Der \u00fcbliche Wochenend-Kram halt. Da ich unbedingt noch die PostIdents, die Gutscheine und das DriveNow abhaken muss, es aber schon nach 14 Uhr ist, beschlie\u00dfe ich, die Postfiliale am Hauptbahnhof aufzusuchen, die bis 16 Uhr ge\u00f6ffnet ist. Auf dem U-Bahnhof bemerke ich, dass ich mein Monatsticket verloren habe. Z\u00e4hneknirschend zwicke ich mir also eine Einzelfahrt am Automaten.<\/p>\n<p>65 Minuten sp\u00e4ter habe ich endlich die postfilialtypische Samstags-Warteschlange bezwungen und lege meine drei PostIdents und den Ausweis vor. Nach einer gef\u00fchlten Ewigkeit und nachdem ich den Postmitarbeiter \u00fcberzeugt habe, dass das da wirklich ich auf dem Ausweis bin, erhalte ich das Dokument zur Identit\u00e4sfeststellung ausgeh\u00e4ndigt. Und dann passiert das, was ich bei jedem PostIdent erlebe: Meine Unterschrift wird angezweifelt. Ich soll&#8217;s nochmal probieren&#8230;. Ergebnis: Nein, der Sebstian Gr\u00fcnwald, das bin ich wohl nicht. Denn ich kann ja seine Unterschrift nicht. Mein Argument, dass sich meine Unterschrift als 23-j\u00e4hrige m\u00f6glicherweise von der eines \u00fcber 30-j\u00e4hrigen leicht unterscheiden kann, zieht nicht. Konsequenz: Ich soll bitte ab sofort kein PostIdent mehr bei der deutschen Post machen.<\/p>\n<p>Mittlerweile bin ich \u00fcberzeugt: H\u00e4tte ich meine Unterschrift demonstrativ vor dem Postmitarbeiter durchgepaust, h\u00e4t&#8217;s geklappt. Dass diese Sachen f\u00fcr mich dringends weg m\u00fcssen, es gar keine alternative Feststellungsmethode f\u00fcr mich gibt, ich damit potentiellem Zugriff auf Bankkonten verliere und auch nicht jeden Samstag stundenlang an der n\u00e4chsten Postfiliale anstehen kann, in der Hoffnung, dort einen &#8222;kulanten&#8220; Mitarbeiter zu erwischen, der mich potentiellen Betr\u00fcger jetzt noch nicht kennt, interessiert wohl nicht weiter. Also, Besuch und Warterei f\u00fcr die Katz. Ruhig bleiben. L\u00f6sung f\u00fcr die Zukunft habe ich aber keine mehr.<\/p>\n<p>N\u00e4chste Station: Sixt und DriveNow. Hier hei\u00dft es: Warten. Denn die handvoll Personen vor mir scheinen nicht wirklich das zu kriegen, was sie wohl gerne h\u00e4tten: Ein Auto. Irgendwann ziehen auch die frustriert von dannen und dann bin ich doch noch an der Reihe, um meine ID abzuholen. Aussage von Sixt: Ach, wie dumm! Bl\u00f6derweise sind ihnen alle DriveNow-RFID-Chips ausgegangen. Die anderen Filialen haben auch keine mehr. Die k\u00f6nnen von Gl\u00fcck sprechen, dass ich das DriveNow-Auto nicht gleich heute brauche. Die n\u00e4chste Warterei f\u00fcr die Katz. Hey, aber vielleicht h\u00e4tte eine Sixt-Filiale am anderen Ende der Stadt noch DriveNow-Chips.<\/p>\n<p>Also die n\u00e4chste Einzelfahrt gezwickt und weiterhin erfolglos ans andere Ende der Stadt gefahren. Zwischendurch mache ich aber doch noch bei Douglas halt, um meinen ablaufenden Gutschein zu verprassen. Bl\u00f6derweise vergessen: Samstag. Kaufingerstra\u00dfe. Vorweihnachtszeit. Keine gute Idee! Ich hasse Shopping ja schon generell und bei vollen L\u00e4den krieg ich Panik. Duftgesch\u00e4fte sind dabei f\u00fcr mich fast ebenso entsetzliche wie Bekleidungsboutiquen. Bevor ich mir das n\u00e4chstbeste Produkt in der Gutscheinpreis-Klasse greife, werde ich noch vom Douglas-Mitarbeiter zur Sau gemacht. Ich hatte aus Versehen ein Deo anstatt den Dufttester auf den Teststreifen gespr\u00fcht. Bei der Kasse erlebe ich noch, dass mir Restguthaben des Gutscheins ohnehin ausgezahlt wird. Beim n\u00e4chsten Mal nehm ich mir also nur das 95ct Produkt mit und behalte die Kohle. Nur Bares ist Wahres. Der Gutschein f\u00fcr Kaufhof hat noch ein paar Wochen, wird aufgehoben f\u00fcr sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Am anderen Ende der Stadt erhalte ich tats\u00e4chlich noch einen Chip. W\u00e4hrend ich am Tresen stehe kommt der Schwei\u00dfausbruch zur\u00fcck. Na, danke! Zur\u00fcck zur S-Bahn stelle ich fest, dass diese nicht f\u00e4hrt. Ich mache mich also in einem 30-min\u00fctigen Fu\u00dfmarsch auf dem Weg zur n\u00e4chstbesten Alternative (und rei\u00dfe mir dabei durch ein beknacktes Schuhwerk (okay, eigentlich durch meine Fu\u00dfergnomomie) die Ferse beim Gehen auf). 3 Stunden sp\u00e4ter als geplant mit knurrendem (noch n\u00fcchternen) Magen und blutendem rechten Fu\u00df zu Hause angekommen ist der Sch\u00fcttelfrost wieder da. Hoffentlich ist bald wieder Montag!<\/p>\n<p>Ich beschlie\u00dfe frustriert, die Abendparty gegen ein gesundheitsf\u00f6rderndes warmes Bad einzutauschen. Vielleicht muss ich mir dann wieder Vorw\u00fcrfe \u00fcber meine Party-Zuverl\u00e4ssigkeit machen lassen. Ich bin mittlerweile \u00fcberzeugt, dass ich in den letzten Tagen einiges an meinen Lebensjahren verloren habe. Und da ist mir das dann ehrlich gesagt, dann irgendwann auch egal. Oder?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man in der Arbeit statt einem normalen Maximum von zwei bis drei Projekten mehr als das doppelte zu managen&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[15],"tags":[],"class_list":["post-24213","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-privates"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gruen-wald.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24213","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gruen-wald.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gruen-wald.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gruen-wald.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gruen-wald.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=24213"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.gruen-wald.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24213\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gruen-wald.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24213"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gruen-wald.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24213"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gruen-wald.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24213"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}