{"id":23494,"date":"2012-08-30T22:44:30","date_gmt":"2012-08-30T20:44:30","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.coaster.de\/wp\/?p=23494"},"modified":"2012-08-30T22:44:30","modified_gmt":"2012-08-30T20:44:30","slug":"gema-vs-c3s","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruen-wald.de\/wordpress\/gesellschaft\/gema-vs-c3s\/","title":{"rendered":"GEMA vs C3S"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"c3s\" src=\"http:\/\/blog.coaster.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/baaf9f89.png\" alt=\"\" width=\"190\" height=\"111\" \/>Dass viele Leute die GEMA nicht m\u00f6gen ist altbekannt. Ein Abschaffen der GEMA ist aber wohl genauso wenig im Sinne der Personen, die eben nun mal gerne Mitglied dieser Verwertungsgesellschaft sind.<\/p>\n<p>Das Hauptproblem liegt dabei ja nicht unbedingt immer an der Idee der Verwertungsgesellschaft an sich. Die ist ja nicht per se schlecht. Problematisch wird es da schon eher mit der doch recht monopolistischen Art und Weise, wie die GEMA mit praktisch aller Musik, die in Deutschland gespielt wird, umgeht. Beispiel: Wer nicht beweisen kann, dass der K\u00fcnstler, den er gerade spielt, nicht in der GEMA ist, der hat Pech gehabt: Die GEMA geht dann einfach davon aus, dass die Musik gemapflichtig ist &#8211; selbst wenn&#8217;s nicht stimmt. Dass die GEMA selbst keine Beweispflicht hat, erschlie\u00dft sich praktisch keinerlei Logik. Prominentes Beispiel: <a href=\"http:\/\/musik.klarmachen-zum-aendern.de\/pressemitteilung\/2012\/08\/27\/musikpiraten_unterliegen_der_gema_-_berufung_geplant-1722\">Die Musikpiraten haben ein Album mit Creative Commons Musik ver\u00f6ffentlicht<\/a> &#8211; also Musik, die nicht GEMA-pflichtig ist. Alle K\u00fcnstler versichern das. Da ein K\u00fcnstler aber nur ein Pseudonym benutzt, glaubt die GEMA das nicht und m\u00f6chte jetzt Geld sehen. Beweisen muss die GEMA daf\u00fcr aber nichts.<\/p>\n<p>Die F\u00e4lle sind zahlreich und ich denke, es w\u00e4re schon ein gro\u00dfer Schritt getan, wenn die GEMA einfach ihr Alleinstellungsmerkmal in Deutschland verlieren w\u00fcrde. Wer in seinem Restaurant beispielsweise Creative Commons Musik spielen m\u00f6chte, hat so einen enormen b\u00fcrokratischen Aufwand, damit die GEMA nicht von der GEMA-Vermutung ausgeht, dass es sich kaum lohnt. Das ging vor kurzem schon so weit, dass die K\u00fcnstler selbst bei der GEMA anrufen mussten, um ihnen zu beweisen, dass sie nicht Mitglied der GEMA sind. Manche Amerikaner fassen sich da schon ein wenig an dem Kopf, wie sich der Verein da auff\u00fchrt. Allein deswegen ist es schon eine gute Idee, eine zweite Verwertungsgesellschaft zu gr\u00fcnden. Die <a href=\"http:\/\/www.c-3-s.eu\/\">C3S<\/a> will nun sowas werden. Darin k\u00f6nnen sich nun K\u00fcnstler unter CC-Lizenzen organisieren, genauso wie K\u00fcnstler, die eben nicht von der GEMA vertreten werden. Dabei sorgt die C3S zuk\u00fcnftig hoffentlich nicht nur f\u00fcr einen deutlich gerechteren Verteilungsschl\u00fcssel unter den K\u00fcnstlern (bei der GEMA profitieren ja haupts\u00e4chlich die gro\u00dfen Dinosaurier, aber kaum der kreativ Schaffende) sondern bringt auch ein wenig mehr Rechtssicherheit f\u00fcr Leute, die eben auf Verwertungsgesellschaften angeweisen sind.<\/p>\n<p>Vor kurzem gingen zahlreiche <a href=\"http:\/\/gemeinsam-gegen-gemainheiten.de\/\">Clubbetreiber wegen der enormen GEMA-Geb\u00fchren<\/a> auf die Stra\u00dfe. Wer wei\u00df: Vielleicht bringt die C3S ja in Zukunft endlich Creative-Commons Musik zu fairen Preisen in die Bars und Diskotheken. Zu w\u00fcnschen w\u00e4re es dieser Bewegung (und den K\u00fcnstlern) allemal.<\/p>\n<p>Mehr zur <a href=\"http:\/\/www.c-3-s.eu\/\">C3S hier<\/a>!<\/p>\n<p>Ein Nachteil gibt es noch: Bislang hat die C3S immer noch kein Patent und kann daher nicht als Verwertungsgesellschaft t\u00e4tig werden. Liebe DPMA, wenn ihr das nicht durchwinkt, dann werde ich ganz b\u00f6se!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass viele Leute die GEMA nicht m\u00f6gen ist altbekannt. 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